Fachgruppenausflug 2007 nach Bern (CH) vom 22.09. bis 24.09.2007

Der Ausflug der Fachgruppe für Telekommunikation und Büroberufe ist schon zu einer guten Tradition geworden. So machten sich einige Mitglieder und Ihre Begleitpersonen nach Bern auf den Weg. Dort erwartete sie ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm, das von der Fachgruppenleitung zusammengestellt wurde. Karin Feuerstein und Ernestine Pirringer berichten darüber:

Vor Ort hatten wir einen Zivildiener vom Schweizerischen Blindenverband, der uns durch seine gute Vorarbeit zielsicher und ohne Zeitverlust durch die Stadt manövrierte.

Nachdem wir alle am Samstagabend wohlbehalten und guter Dinge in Bern angekommen waren und unsere Zimmer in einer kleinen Pension bezogen hatten, ging es zu einem italienischen Restaurant. Während des Abendessens konnten wir einander kennenlernen und uns mit dem vor uns liegenden Programm vertraut machen.

Ausgeschlafen und gespannt auf einen neuen Tag, ging es am Sonntagmorgen zum Museum für Kommunikation. Da wir über eine halbe Stunde zu früh dort waren, entschlossen wir uns zu einem morgendlichen Spaziergang.

Auf unserem Rundgang durchs Museum konnten wir einen Postbus aus den Dreißigerjahren und einen Pferdeschlitten anschauen. In der Ausstellung für Telekommunikation gab es viele alte Telefone, Morsegeräte und auch Telegrafen anzufassen. Der Museumsführer brachte uns nicht nur die technische Entwicklung, sondern auch die sozialen Aspekte nahe.

Mit vielen neuen Eindrücken verließen wir das Museum, um zum Mittagessen zu gehen.
Der Weg führte uns über eine große Brücke, die sich über die Aare spannt. Von der Brücke führen viele Stufen zum Aareufer hinab. Entlang des Flusses ging es durch die Berner Altstadt und wieder viele Stufen hinauf zum „Bärengraben“, einem Lokal, das den Namen eines Wahrzeichens von Bern trägt. Im Bärengraben selbst leben heute noch zwei Bären. Einer davon badete bei unserem Eintreffen gerade in der herrlich warmen Septembersonne.

Nach einem guten Mittagessen waren wir gestärkt, um den Aufstieg zum Rosengarten in Angriff zu nehmen. Dort angekommen, erfreuten wir uns am Duft und an den Farben der vielen verschiedenen Rosensorten.

Postkutsche im Berner Museum Der Fluss Aare Bärengraben Rosengarten

Beflügelt vom Duft der Rosen, starteten wir einen eineinhalbstündigen Stadtrundgang. Die Führerin erzählte uns viele interessante Detaills aus der Berner Stadtgeschichte. Sehr anschaulich schilderte sie uns die Architektur. Ein Höhepunkt der Stadtführung war das Erleben des Zeitglockenturms, einem Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert, das jedem Bürger und Besucher die Zeit durch Glockenschlag und Hahnenschrei, begleitet vom Figurentanz, verkündet.

Zeitglockenturm Blick auf Bern Das Marthahaus Berner Münster

Beim Abendessen in einem Lokal in der Berner Altstadt, wo es unter anderem Mistkratzerli (Hendl), Nüsslisalat (Feldsalat) und würzigen Schweizer Käse zu Gemüsesuppe gab, ließen wir den Tag ausklingen.

Der Montag begann mit einem Besuch bei der Berner Sehhilfe, einem Verein der Blinden und Sehbehinderten sowie Mehrfachbehinderten. Wir wurden von Herrn Staudenegger durch das Wohnheim geführt, wo wir uns verschiedene Wohnbereiche anschauen konnten. Diese sind den Bedürfnissen der Bewohner angepasst. Die Wonmöglichkeiten reichen von selbständigem Wohnen bis hin zu einem Pflegebereich, der von Fachpersonal betreut wird.

nach unserem Rundgang durch den Wohnbereich wurden wir von Herrn Bugmann durch den Werkstättenbereich geführt. Hier werden die verschiedensten Artikel gefertigt, z. B. Besen und Bürsten aller Art sowie Bestandteile für die Industrie. Auch eine Korbmacherei und eine Schreinerei werden betrieben.

Zum Abschluss unseres Besuches wurden wir zu einem Mittagessen im hauseigenen Restaurant eingeladen.

Am Montagnachmittag stand als letzter Punkt noch die Besichtigung der Firma Agendaset auf dem Programm – ein Callcenter, in dem hauptsächlich Blinde und Sehbehinderte beschäftigt sind.

Nach einem kurzen Einkaufsbummel, bei dem wir durch die Arkaden, einem weiteren Wahrzeichen der Stadt, schlenderten, wurde von uns vor allem ein reines Schokoladegeschäft gestürmt. Danach fand unser Fachgruppenausflug nach Bern einen ruhigen Ausklang in einem Restaurant in Bahnhofsnähe, wo wir beim Abendessen genügend Zeit hatten, uns voneinander zu verabschieden, da die Teilnehmer in mehreren Gruppen zu verschiedenen Zeiten ihre Heimreise antraten.

Callcenter der Firma Agendaset Gruppenfoto

Ein besonderes Dankeschön gilt Herrn Robert Cerny, dem Zivildiener, der uns fachkundig und sicher durch die Stadt Bern geleitete. Last, but not least, ein ebennso herzliches Dankeschön an Herrn Kurt Feuerstein, Obmann der Fachgruppe für Telekommunikation und Büroberufe, für die Organisation dieser sehr schönen und informativen Reise in die Schweiz.


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Letztes Update: 14. November 2007
© by Karin Feuerstein und Ernestine Pirringer